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Autor dieses Artikels:
Nicolas Rose
Gründer & Geschäfsführer

Bei einem Branding-Projekt für eine Steuerberatungskanzlei im Rhein-Main-Gebiet standen wir vor einer typischen Situation: Das neue Corporate Design stand, die Website war konzipiert, die Texte geschrieben. Was fehlte, waren Bilder, die das alles zum Leben erwecken. Am Shooting-Tag zeigte sich, was gute Vorbereitung ausmacht. Das Team wusste, was auf sie zukommt. Die Outfits waren aufeinander abgestimmt. Die Räume waren vorbereitet. Das Ergebnis: authentische, professionelle Teamfotos, die heute auf der Website und dem Karriereportal genau die Wirkung entfalten, die geplant war.

Was wir aus diesem und vielen weiteren Shootings gelernt haben: Die Qualität eines Business Fotoshootings wird nicht am Shooting-Tag entschieden. Sie wird in den Tagen und Wochen davor entschieden, durch Vorbereitung, klare Absprachen und die richtigen Entscheidungen bei Outfit, Location und Ablauf.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie sich und Ihr Team optimal auf ein Business Fotoshooting vorbereiten, welche Fehler Sie vermeiden sollten und worauf es bei Kleidung, Setting und Ablauf wirklich ankommt.

Für wen ist dieser Beitrag interessant?

Sie haben ein Business Fotoshooting geplant oder stehen kurz davor, eines zu buchen? Sie fragen sich, was Sie anziehen sollen, wie Sie Ihr Team vorbereiten oder was Sie im Vorfeld organisieren müssen? Dann finden Sie hier konkrete Antworten. Dieser Artikel ist für alle, die aus ihrem Fotoshooting das Maximum herausholen wollen, egal ob Geschäftsführer vor dem ersten Headshot oder Marketing-Verantwortliche, die ein Teamshooting koordinieren.

Warum Vorbereitung über die Qualität Ihrer Businessfotos entscheidet

Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel Einfluss die Vorbereitung auf das Endergebnis hat. Die Annahme ist oft: Wir buchen einen guten Fotografen, der wird das schon richten. Und ja, ein erfahrener Fotograf macht einen enormen Unterschied. Aber selbst der beste Fotograf kann aus einem schlecht vorbereiteten Shooting keine erstklassigen Ergebnisse zaubern.

Stellen Sie sich vor: Ein Mitarbeiter erscheint im karierten Hemd, ein anderer im schwarzen Anzug, der dritte in einem knalligen T-Shirt. Die Besprechungsräume sind vollgestellt mit Aktenordnern. Und die Hälfte des Teams hat keine Ahnung, warum heute fotografiert wird. Das Ergebnis werden Bilder sein, die technisch in Ordnung sind, aber keinerlei einheitliche Wirkung entfalten. Kein roter Faden, keine Markenbotschaft, kein professioneller Gesamteindruck.

Der Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem herausragenden Fotoshooting liegt selten an der Kamera. Er liegt an der Planung. Wer vorab klärt, welche Bilder gebraucht werden, wer welche Kleidung trägt, welche Räume genutzt werden und wie der Zeitplan aussieht, schafft die Grundlage für Aufnahmen, die wirklich arbeiten. Die Details zur strategischen Einordnung von Business Fotografie und warum sie mehr ist als hübsche Bilder, finden Sie in unserem Guide: Business Fotografie für Unternehmen.

Was anziehen für Businessfotos? Die wichtigsten Outfit-Regeln

Die Frage „Was sollte ich auf einem Businessfoto anziehen?" gehört zu den häufigsten vor einem Shooting. Und sie ist berechtigt, denn die Kleidung beeinflusst die Bildwirkung erheblich. Hier gibt es kein universelles Richtig oder Falsch, aber es gibt bewährte Prinzipien, die in fast jeder Branche funktionieren.

Das wichtigste Prinzip: Die Kleidung muss zu Ihrer Branche und Ihrer Marke passen. Ein Unternehmensberater wird andere Outfits wählen als ein Kreativstudio. Eine Kanzlei kleidet sich anders als ein Tech-Startup. Fragen Sie sich: Was würden unsere Kunden erwarten, wenn sie uns zum ersten Mal begegnen? Genau diese Erwartung sollte das Outfit widerspiegeln.

Farben und Muster sind ein häufiger Stolperstein. Einfarbige Kleidung in gedeckten Tönen funktioniert auf Fotos fast immer gut. Dunkelblau, Anthrazit, Weiß, Schwarz und gedämpfte Erdtöne bilden eine solide Basis. Vermeiden Sie sehr kleine Muster wie feine Streifen oder Karos, denn diese erzeugen auf Fotos einen unangenehmen Flimmereffekt, den man im Nachhinein nicht korrigieren kann. Auch sehr grelle Farben lenken vom Gesicht ab und dominieren das Bild.

Kurz erklärt: Der Flimmereffekt bei kleinen Mustern auf Fotos wird als Moiré-Effekt bezeichnet. Er entsteht, wenn feine, regelmäßige Muster mit dem Pixelraster der Kamera interferieren. Das Ergebnis sind störende Wellenlinien im Bild, die sich auch in der Nachbearbeitung kaum entfernen lassen.

Die Passform ist wichtiger als die Marke. Ein gut sitzendes Hemd aus dem mittleren Preissegment sieht auf Fotos besser aus als ein schlecht sitzender Designeranzug. Achten Sie darauf, dass nichts spannt, kneift oder verrutscht. Und tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen. Unbehagen überträgt sich auf die Körpersprache und damit auf das Bild.

Bei Accessoires gilt: Weniger ist mehr. Eine dezente Uhr, ein schlichter Ring, ein einfacher Schmuck können ein Outfit abrunden. Auffällige Ketten, große Ohrringe oder gemusterte Krawatten lenken hingegen ab und datieren Bilder schneller. Denken Sie daran, dass Ihre Businessfotos im Idealfall zwei bis drei Jahre aktuell wirken sollen.

Wenn mehrere Personen fotografiert werden, kommt ein weiterer Aspekt hinzu: die Abstimmung im Team. Das bedeutet nicht, dass alle dasselbe tragen müssen. Es bedeutet, dass die Outfits in Farbwelt und Stilebene zusammenpassen sollten. Wenn die Geschäftsführung im Anzug erscheint und das Team in Jeans und Sneakers, wirkt das auf dem gemeinsamen Teamfoto unstimmig. Definieren Sie vorab einen Dresscode oder eine Farbpalette und kommunizieren Sie das rechtzeitig.

Für Businessfotos, die als professionelles Einzelportrait dienen, gilt eine einfache Faustregel: Kleiden Sie sich eine Stufe formeller als in Ihrem normalen Arbeitsalltag. Wenn Sie im Büro normalerweise Hemd ohne Krawatte tragen, ziehen Sie für das Shooting ein Sakko dazu an. Diese leichte Steigerung wirkt auf Fotos professionell, ohne verkleidet auszusehen.

Location, Licht und Setting: Was Sie vorab klären sollten

Neben dem Outfit ist die Location der zweitwichtigste Vorbereitungsfaktor. Wo das Shooting stattfindet, beeinflusst Atmosphäre, Lichtverhältnisse und die Gesamtwirkung der Bilder.

Die naheliegendste Option sind Ihre eigenen Geschäftsräume. Das hat gleich mehrere Vorteile: Ihr Team fühlt sich in vertrauter Umgebung wohler, es fallen keine zusätzlichen Mietkosten an und die Bilder zeigen Ihr tatsächliches Arbeitsumfeld. Allerdings müssen die Räume dafür vorbereitet werden. Räumen Sie Schreibtische auf, entfernen Sie persönliche Gegenstände, die nicht ins Bild gehören, und achten Sie auf Hintergründe. Eine volle Pinwand oder ein unaufgeräumtes Regal im Hintergrund können ein ansonsten starkes Portrait ruinieren.

Ein externes Studio bietet kontrollierte Bedingungen: gleichmäßiges Licht, neutrale Hintergründe und professionelles Equipment vor Ort. Das ist besonders sinnvoll, wenn Ihre Büroräume wenig Tageslicht haben, optisch nicht repräsentativ sind oder wenn Sie einen besonders cleanen Look anstreben. Der Nachteil: Es fallen Mietkosten an und die Bilder zeigen nicht Ihre echte Arbeitsumgebung.

Outdoor-Shootings können bei bestimmten Marken und Branchen eine interessante Option sein. Architektur, Stadtkulisse oder Natur als Hintergrund geben Bildern einen besonderen Charakter. Allerdings sind Sie hier stärker vom Wetter und den Lichtverhältnissen abhängig. Planen Sie bei Outdoor-Shootings immer einen Alternativtermin oder eine Indoor-Backup-Location ein. Der ideale Zeitpunkt für Outdoor-Aufnahmen ist übrigens nicht die Mittagssonne, sondern die Stunden am Vormittag oder am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher und schmeichelhafter ist.

Unabhängig von der Location ist Licht der wichtigste technische Faktor. Natürliches Licht aus großen Fenstern liefert oft die schmeichelhaftesten Ergebnisse. Wenn Ihr Fotograf eigenes Licht-Equipment mitbringt, ist das ein gutes Zeichen für Professionalität. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Räume mit ausschließlich Neonbeleuchtung, denn dieses Licht erzeugt einen unvorteilhaften Grünstich, der in der Nachbearbeitung nur schwer zu korrigieren ist.

Team vorbereiten

Nicht jeder steht gerne vor der Kamera. Viele Mitarbeiter sind vor einem Fotoshooting nervös, unsicher oder sogar ablehnend. Das ist völlig normal und lässt sich mit der richtigen Vorbereitung gut auffangen.

Der wichtigste Schritt ist rechtzeitige Kommunikation. Informieren Sie Ihr Team mindestens zwei Wochen vor dem Shooting, idealerweise früher. Erklären Sie, warum die Fotos gemacht werden, wofür sie eingesetzt werden und was auf die Mitarbeiter zukommt. Menschen kooperieren besser, wenn sie den Sinn verstehen. „Wir machen neue Teamfotos für die Website" ist informativer als „Am Dienstag kommt ein Fotograf."

Geben Sie konkrete Hinweise zu Kleidung und Ablauf. Versenden Sie eine kurze Zusammenfassung per E-Mail: empfohlene Farben, zu vermeidende Muster, Zeitfenster pro Person, Treffpunkt. Je weniger Unsicherheit, desto entspannter sind die Mitarbeiter am Shooting-Tag.

Planen Sie am Shooting-Tag ausreichend Puffer ein. Wenn jede Person nur zehn Minuten für ihr Portrait hat, entsteht Zeitdruck, und Zeitdruck ist der Feind guter Fotos. Rechnen Sie lieber 20 bis 30 Minuten pro Person ein, inklusive Warm-up, Positionsänderungen und einer kurzen Verschnaufpause. Die Atmosphäre am Set macht sich direkt in den Gesichtern bemerkbar.

Ein erfahrener Fotograf weiß, wie er auch kamerascheuere Personen entspannt. Trotzdem können Sie als Auftraggeber unterstützen: Sorgen Sie für Getränke, eine lockere Stimmung und die klare Botschaft, dass niemand perfekt aussehen muss. Authentizität schlägt Perfektion. Die besten Teamfotos entstehen, wenn Menschen sich wohlfühlen, nicht wenn sie eine Rolle spielen.

Genau diese Erfahrung haben wir beim Branding-Projekt für die Steuerkanzlei Reuter gemacht. Die Kanzlei in zweiter Generation brauchte einen komplett neuen Markenauftritt inklusive Website und Karriereportal. Die Teamfotos waren ein zentrales Element, denn sie sollten die Kanzlei als modernen, nahbaren Arbeitgeber positionieren. Durch sorgfältige Vorbereitung, klare Briefings ans Team und eine entspannte Shooting-Atmosphäre entstanden Bilder, die genau das transportieren. Das Ergebnis: neue Mandanten und erfolgreiche Stellenbesetzungen durch einen professionellen Online-Auftritt, der Vertrauen aufbaut.

Gerade wenn Teamfotos auch für Recruiting-Zwecke eingesetzt werden sollen, lohnt sich besondere Sorgfalt. Bewerber schauen sich die Teamseite genau an und registrieren sofort, ob die Bilder authentisch wirken oder gestellt. Mehr dazu, wie Fotografie im Employer Branding wirkt, finden Sie in unserem Employer Branding Guide.

Die 5 häufigsten Fehler bei Business Fotoshootings

Aus unserer Erfahrung mit zahlreichen Shootings für Unternehmen unterschiedlichster Branchen kennen wir die Stolpersteine, die immer wieder auftauchen. Wenn Sie diese fünf Fehler vermeiden, sind Sie der Mehrheit einen großen Schritt voraus.

Fehler 1: Zu wenig Zeit eingeplant. Ein komplettes Teamshooting mit 10 Personen in zwei Stunden durchzudrücken klingt effizient, führt aber zu gehetzten Bildern und gestressten Gesichtern. Planen Sie großzügig. Ein halber Tag für ein Team dieser Größe ist realistisch, ein ganzer Tag für Einzelportraits plus Teambilder plus Situationsaufnahmen.

Fehler 2: Kein Briefing erstellt. Ohne Briefing fotografiert der Fotograf nach eigenem Geschmack. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Definieren Sie vorab, welche Bildsprache Sie sich wünschen, sammeln Sie Referenzbilder und sprechen Sie über Ihre Marke. Ein guter Fotograf wird diese Informationen in seine Arbeit einfließen lassen.

Fehler 3: Outfits nicht abgestimmt. Einzeln betrachtet sieht jedes Outfit gut aus. Aber wenn auf dem Teamfoto fünf verschiedene Stilwelten aufeinandertreffen, wirkt das Bild unharmonisch. Stimmen Sie zumindest die Farbfamilie und die Formalitätsstufe ab.

Fehler 4: Bilder nur für einen Kanal gedacht. Viele Unternehmen planen ein Shooting ausschließlich für die Website und denken nicht an Social Media, Karriereseiten, Pressematerial oder Printprodukte. Briefen Sie den Fotografen auf verschiedene Formate: Querformat für Website-Header, Hochformat für Instagram und LinkedIn, quadratische Ausschnitte für Profilbilder. So holen Sie aus einem Shooting deutlich mehr heraus. Eine Aufschlüsselung, was verschiedene Formate kosten, finden Sie in unserem Kosten-Artikel.

Fehler 5: Fotografie isoliert vom Branding betrachtet. Das ist vielleicht der gravierendste Fehler. Wenn die Bilder nicht zur Farbwelt, zur Tonalität und zur Positionierung Ihrer Marke passen, entsteht ein Bruch im Gesamtauftritt. Der beste Weg, das zu vermeiden, ist Fotografie als integralen Bestandteil Ihrer Markenstrategie zu behandeln, nicht als Einzelmaßnahme. Warum das so entscheidend ist, erklären wir ausführlich im Pillar-Artikel zu Business Fotografie für Unternehmen.

Fazit

Wie gelingt das beste Businessfoto? Nicht durch Zufall und nicht allein durch teure Ausrüstung. Sondern durch Vorbereitung. Die Entscheidungen, die Sie vor dem Shooting treffen, bestimmen die Qualität der Ergebnisse.

Nehmen Sie aus diesem Artikel drei konkrete Schritte mit. Erstens: Erstellen Sie ein Briefing mit Referenzbildern, Stilrichtung und Einsatzzwecken, bevor Sie einen Fotografen buchen. Zweitens: Kommunizieren Sie Dresscode und Ablauf mindestens zwei Wochen vor dem Shooting an alle Beteiligten. Drittens: Planen Sie großzügig mit Zeit, denn Entspannung ist der wichtigste Faktor für authentische Bilder.

Wenn Sie diese drei Punkte beherzigen, werden Ihre Businessfotos nicht nur professionell aussehen, sondern auch die Wirkung entfalten, die Ihr Unternehmen verdient: Vertrauen aufbauen, Kompetenz zeigen und Ihre Marke sichtbar machen.

Und noch ein letzter Gedanke: Betrachten Sie Ihr Fotoshooting nicht als einmalige Pflichtübung, sondern als wiederkehrenden Bestandteil Ihrer Markenkommunikation. Teams verändern sich, Marken entwickeln sich weiter und auch Bilder haben ein Haltbarkeitsdatum. Wer alle zwei bis drei Jahre frisches Bildmaterial einplant, bleibt aktuell und authentisch. Das muss kein Großprojekt sein. Oft reicht ein halber Tag, um den Bildbestand aufzufrischen und neue Mitarbeiter ins visuelle Gesamtbild zu integrieren.

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Blauer Laptop zeigt eine Karriereseite mit Fotos von Menschen bei der Arbeit und im Gespräch.
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