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Autor dieses Artikels:
Nicolas Rose
Gründer & Geschäfsführer

Ein durchschnittliches mittelständisches Unternehmen bespielt heute mehr als zehn visuelle Kontaktpunkte gleichzeitig: Website, LinkedIn-Unternehmensseite, persönliche Profile der Geschäftsführung, Karriereportal, Google-Unternehmensprofil, Instagram, Stellenausschreibungen, Präsentationen, Messeauftritte, Pressemitteilungen. Jeder dieser Kanäle braucht Bildmaterial. Und jeder Kanal stellt andere Anforderungen an Stil, Format und Inhalt der Bilder.

Genau deshalb greift der Gedanke „Wir brauchen mal neue Fotos" zu kurz. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern welche Fotos Sie brauchen. Teamfotos für die About-Seite funktionieren anders als Eventbilder für Social Media. Ein Brandshooting liefert anderes Material als klassische Portraits. Wer die verschiedenen Arten von Unternehmensfotografie kennt und versteht, wann welches Format sinnvoll ist, investiert gezielter und holt deutlich mehr aus seinem Budget heraus.

In diesem Artikel geben wir Ihnen eine klare Orientierung: Welche Formate gibt es, für welche Anlässe eignen sie sich und wie erkennen Sie, was Ihr Unternehmen gerade braucht?

Für wen ist dieser Beitrag interessant?

Dieser Artikel richtet sich an Unternehmer und Marketing-Verantwortliche, die wissen, dass sie in professionelle Fotografie investieren wollen, aber unsicher sind, welches Format das richtige ist. Sie stehen vor einem konkreten Anlass wie einem Event, einem Relaunch oder dem Aufbau eines Karriereportals und möchten verstehen, welche Art von Business Fotografie den größten Nutzen bringt. Einen umfassenden Überblick über das gesamte Thema finden Sie in unserem Guide: Business Fotografie für Unternehmen.

Nicht jedes Foto ist gleich: Warum der Anlass das Format bestimmt

Unter dem Begriff „Business Fotografie" versammeln sich sehr unterschiedliche Formate, die jeweils eigene Stärken haben. Die Arten von Unternehmensfotografie lassen sich grob in vier Kategorien einteilen: Portraits und Headshots, Teamfotos, Eventfotografie und Brandshootings. Dazu kommen Spezialformate wie Produkt- oder Objektfotografie, die je nach Branche relevant werden.

Was all diese Formate gemeinsam haben: Sie dienen der visuellen Kommunikation Ihres Unternehmens. Was sie unterscheidet: der Kontext, in dem die Bilder entstehen, die Stimmung, die sie transportieren, und die Kanäle, auf denen sie eingesetzt werden.

Ein klassisches Portrait der Geschäftsführung strahlt Kompetenz und Seriosität aus. Es eignet sich für die Website, für Pressematerial und für LinkedIn. Ein Teamfoto hingegen transportiert Zusammenhalt und Unternehmenskultur. Und ein Bild von Ihrer letzten Firmenveranstaltung zeigt Energie, Engagement und Menschlichkeit. Jedes dieser Bilder hat seine Berechtigung, aber keines kann die Aufgabe des anderen übernehmen.

Wer alle Kanäle mit einem einzigen Shooting-Format bedienen will, wird auf mindestens der Hälfte davon mit unpassendem Material arbeiten. Die bessere Strategie: Verstehen, welches Format welchen Zweck erfüllt, und gezielt investieren.

Teamfotos: Mehr als ein Gruppenbild

Teamfotos gehören zu den am häufigsten angefragten Formaten der Unternehmensfotografie. Und gleichzeitig zu den am meisten unterschätzten. Denn ein Teamfoto ist weit mehr als eine Gruppe von Menschen, die vor einer Wand steht und in die Kamera lächelt.

Gute Teamfotos transportieren Unternehmenskultur. Sie zeigen, wie ein Team zusammenarbeitet, welche Atmosphäre herrscht und welche Persönlichkeiten hinter dem Firmennamen stehen. Das macht sie zu einem der wirkungsvollsten Werkzeuge in der Unternehmenskommunikation, denn Menschen vertrauen Menschen, nicht Logos.

Es gibt verschiedene Varianten innerhalb des Formats. Einzelportraits zeigen jede Person individuell und werden auf der Team-Seite, in E-Mail-Signaturen und bei Presseanfragen eingesetzt. Gruppenbilder vermitteln Zusammenhalt und eignen sich für die Startseite, Social Media und Stellenausschreibungen. Situationsaufnahmen zeigen das Team in Aktion: bei einer Besprechung, am Whiteboard, im Kundengespräch. Diese Bilder wirken besonders authentisch und liefern vielseitiges Material für verschiedene Kanäle.

Wann werden neue Teamfotos sinnvoll? Die häufigsten Auslöser sind ein Website-Relaunch, der Aufbau eines Karriereportals, ein Rebranding oder schlicht die Tatsache, dass sich das Team seit den letzten Fotos verändert hat. Wenn auf Ihrer Website Mitarbeiter zu sehen sind, die längst nicht mehr im Unternehmen arbeiten, ist das nicht nur peinlich, sondern untergräbt Ihre Glaubwürdigkeit.

Als Faustregel empfehlen wir, Teamfotos mindestens alle zwei Jahre aufzufrischen. In wachsenden Unternehmen, wo regelmäßig neue Kolleginnen und Kollegen dazukommen, lohnt sich ein jährlicher Shooting-Termin. Das muss kein aufwendiges Ganztages-Projekt sein. Oft reicht ein halber Tag, um neue Teammitglieder ins bestehende Bildkonzept zu integrieren und gleichzeitig ein paar frische Gruppenbilder zu machen.

Besonders im Recruiting spielen Teamfotos eine zentrale Rolle. Bewerber wollen wissen, in welches Umfeld sie kommen. Authentische Bilder echter Mitarbeiter wirken überzeugender als jedes Employer-Branding-Statement in Textform. Wie Sie Ihr Team optimal auf ein Fotoshooting vorbereiten und welche Outfit-Abstimmung sinnvoll ist, erfahren Sie in unserem Artikel So gelingen perfekte Businessfotos: Vorbereitung, Outfit und Tipps.

Eventfotografie: Momente festhalten, die Wirkung erzeugen

Eventfotografie unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Formaten der Business Fotografie. Hier gibt es keine zweite Chance. Der Moment passiert, und der Fotograf muss ihn einfangen. Keine Wiederholung, kein „nochmal bitte". Das macht Eventfotografie besonders anspruchsvoll und den erfahrenen Fotografen besonders wertvoll.

Typische Anlässe für Eventfotografie im Unternehmenskontext sind Firmenjubiläen, Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, Messeauftritte, Konferenzen, Produktlaunches und interne Veranstaltungen wie Teambuilding-Events oder Strategietage. All diese Anlässe bieten die Möglichkeit, Ihr Unternehmen von einer Seite zu zeigen, die auf gestellten Fotos nicht zu finden ist: lebendig, engagiert und menschlich.

Was gute Eventfotografie ausmacht, ist die Fähigkeit, Atmosphäre einzufangen. Das beste Eventfoto zeigt nicht nur, was passiert ist, sondern wie es sich angefühlt hat. Lachende Gesichter bei der Preisverleihung. Konzentrierte Gespräche am Messestand. Der stolze Blick des Geschäftsführers bei der Jubiläumsrede. Diese Bilder erzählen Geschichten, und genau deshalb funktionieren sie auf Social Media so gut.

Für die Planung empfehlen wir, vorab eine Shot-Liste zu erstellen. Welche Momente sollen auf jeden Fall festgehalten werden? Gibt es bestimmte Personen, die unbedingt fotografiert werden sollen? Welche Räume und Settings sind wichtig? Eine solche Liste gibt dem Fotografen Orientierung, ohne seine kreative Freiheit einzuschränken.

Ein wichtiger praktischer Aspekt: Eventfotos werden oft zeitnah gebraucht. Ein Social-Media-Post über Ihre Messe-Teilnahme wirkt am Tag danach, nicht zwei Wochen später. Klären Sie vorab mit Ihrem Fotografen, wie schnell eine erste Auswahl bearbeiteter Bilder vorliegt. Manche Fotografen bieten eine Express-Bearbeitung an, bei der eine Auswahl der besten Bilder bereits am Abend oder am Folgetag zur Verfügung steht.

Wie schnelle Event-Produktion in der Praxis aussieht, zeigt unser Projekt Fifteen Love Tennis Rave. Für das Event haben wir Aftermovies, Social Clips und eine komplette Online-Galerie in nur eineinhalb Tagen produziert. Der enge Zeitrahmen erforderte ein eingespieltes Team, klare Absprachen und effiziente Nachbearbeitung. Das Ergebnis: hochwertiges Bildmaterial, das sofort einsatzbereit war und die Energie des Events authentisch transportierte. Was Eventfotografie in verschiedenen Formaten kostet, haben wir in unserem Kosten-Artikel aufgeschlüsselt.

Brandshootings: Wenn Bilder Ihre Marke erzählen sollen

Brandshootings sind das umfassendste Format der Unternehmensfotografie und gleichzeitig das strategischste. Während Portraits einzelne Personen zeigen und Eventfotos Momente dokumentieren, erzählen Brandshooting-Aufnahmen die Geschichte Ihrer Marke.

Der Unterschied zu klassischen Portraits ist fundamental. Bei einem Brandshooting entstehen Bilder, die Ihr Unternehmen in seiner ganzen Bandbreite zeigen: Arbeitssituationen, Teamdynamik, Kundenkontakt, kreative Prozesse, Details aus Ihrem Arbeitsumfeld. Es geht nicht darum, einzelne Personen zu fotografieren, sondern ein visuelles Gesamtbild zu schaffen, das Ihre Markenidentität widerspiegelt.

Wann wird ein Brandshooting sinnvoll? Der häufigste Anlass ist ein Website-Relaunch oder eine Neupositionierung. Wenn sich Ihr Markenauftritt verändert, brauchen Sie Bilder, die zur neuen Identität passen. Alte Fotos in einem neuen Design wirken wie ein Fremdkörper. Aber auch der Aufbau einer Social-Media-Strategie ist ein guter Anlass. Wer regelmäßig auf LinkedIn oder Instagram posten möchte, braucht einen Bildpool, aus dem er über Monate schöpfen kann.

Typische Motive bei einem Brandshooting sind Besprechungssituationen, Arbeit am Schreibtisch, Telefonate, Präsentationen, informelle Gespräche in der Küche oder im Flur, Detailaufnahmen von Materialien, Werkzeugen oder Ihrem Bürogebäude. Die Kunst liegt darin, diese Szenen authentisch wirken zu lassen, obwohl sie geplant und gerichtet sind. Ein erfahrener Fotograf schafft genau diese Balance zwischen Inszenierung und Natürlichkeit.

Ein gutes Brandshooting beginnt deshalb nicht mit der Kamera, sondern mit einem Konzept. Welche Geschichte soll erzählt werden? Welche Werte sollen sichtbar werden? Welche Stimmung passt zu Ihrer Marke? Diese Fragen sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Fotografen oder Ihrer Agentur vor dem Shooting klären. Je klarer das Konzept, desto konsistenter die Ergebnisse. Und desto länger können Sie das Bildmaterial nutzen, weil es nicht an einen bestimmten Anlass gebunden ist, sondern Ihre Markenidentität widerspiegelt.

Der langfristige Nutzen eines Brandshootings ist enorm. Ein ganzer Tag vor der Kamera liefert einen Bilderpool von 40 bis 80 professionellen Aufnahmen, die Sie über Monate hinweg für Website, Social Media, Karriereseite, Präsentationen und Printmaterial einsetzen können. Statt bei jedem neuen Anlass nach passendem Bildmaterial zu suchen, greifen Sie auf einen konsistenten, markenkonformen Bestand zurück. Was Brandshootings kosten und wie sich die Investition rechnet, finden Sie in unserem Kosten-Artikel.

Wann braucht Ihr Unternehmen welches Format? Eine Entscheidungshilfe

Die Frage, welches Format Sie brauchen, beantwortet sich am besten über den Anlass. Es gibt typische Trigger-Momente, an denen Unternehmen merken, dass neues Bildmaterial fällig ist. Und jeder Trigger deutet auf ein anderes Format hin.

Wenn Ihre Website überarbeitet wird, brauchen Sie in der Regel eine Kombination: Portraits für die Team-Seite, Situationsaufnahmen für die Startseite und Leistungsseiten, möglicherweise ein Brandshooting für einen umfassenden Bildpool. Je größer der Relaunch, desto umfassender sollte auch das Bildkonzept sein.

Wenn Sie ein Karriereportal aufbauen oder eine Recruiting-Offensive starten, sind Teamfotos und Einblicke in den Arbeitsalltag das Mittel der Wahl. Bewerber wollen echte Menschen sehen, keine Stockbilder. Sie wollen einen Eindruck davon bekommen, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten. Authentische Bilder können hier mehr bewirken als jede Stellenanzeige.

Ein konkretes Beispiel: Beim Employer-Branding-Projekt für Karl von Drais haben wir Karriereportal, Imagefilm und die gesamte Fotografie als integriertes Paket umgesetzt. Die Bilder zeigten das Unternehmen von innen: echte Mitarbeiter, echte Arbeitsplätze, echte Stimmung. Das Ergebnis: über 100 neue Mitarbeiter, die durch den professionellen Auftritt auf das Unternehmen aufmerksam wurden und sich beworben haben. Mehr zum Thema finden Sie in unserem Employer Branding Guide.

Wenn ein Event ansteht, ist die Sache klar: Eventfotografie, idealerweise mit einem Fotografen, der Erfahrung mit Unternehmensveranstaltungen hat und weiß, welche Momente zählen. Planen Sie die Buchung rechtzeitig, denn gute Event-Fotografen sind oft Wochen im Voraus ausgebucht.

Wenn Sie eine Social-Media-Strategie aufbauen, brauchen Sie regelmäßig frisches Bildmaterial. Ein einmaliges Brandshooting kann hier den Grundstein legen. Ergänzen Sie den Bildpool dann im Jahresverlauf durch Eventfotos und gelegentliche Nachshootings.

Und manchmal passen auch mehrere Formate in ein Projekt. Ein Website-Relaunch kann Portraits, Teamfotos und Brandshooting-Aufnahmen erfordern. Ein Firmenjubiläum bietet die Gelegenheit, Eventfotografie mit einem Teamshooting zu kombinieren. Die effizienteste Lösung ist oft, mehrere Formate an einem oder zwei Tagen zu bündeln, statt für jedes Format einen separaten Termin zu organisieren. Gerade wenn Sie mit einer Agentur zusammenarbeiten, die Fotografie im Kontext Ihres Markenauftritts denkt, lassen sich Synergien nutzen: Das Briefing ist einheitlich, die Bildsprache konsistent und der organisatorische Aufwand für Ihr Team deutlich geringer als bei drei einzelnen Terminen.

Fazit

Was wir aus zahlreichen Foto- und Branding-Projekten mitgenommen haben, lässt sich auf drei Erkenntnisse verdichten.

Erstens: Es gibt keine universelle Lösung. Ein einziges Shooting-Format kann nicht alle Anforderungen abdecken. Teamfotos, Eventfotografie und Brandshootings haben jeweils eigene Stärken und eigene Einsatzzwecke. Wer das versteht, investiert gezielter.

Zweitens: Der Anlass bestimmt das Format. Statt pauschal „neue Fotos" zu planen, lohnt es sich, vom konkreten Bedarf auszugehen. Was steht an? Welche Kanäle müssen bespielt werden? Welche Bilder fehlen? Die Antworten auf diese Fragen führen automatisch zum richtigen Format.

Drittens: Fotografie ist kein Einmal-Projekt. Unternehmen verändern sich. Teams wachsen, Räume verändern sich, Marken entwickeln sich weiter. Wer Business Fotografie als laufenden Prozess versteht und regelmäßig frisches Material einplant, bleibt visuell aktuell und authentisch. Ein jährliches Nachshooting oder die Kombination verschiedener Formate über das Jahr verteilt ist oft die wirtschaftlichste Lösung.

Die gute Nachricht: Sie müssen nicht alles auf einmal machen. Starten Sie mit dem Format, das den größten Hebel hat, und bauen Sie Ihren Bildbestand Schritt für Schritt auf. Ein konsistenter, wachsender Bildpool ist auf Dauer wertvoller als ein einmaliges Großprojekt, das danach nie wieder aktualisiert wird. Welches Format für Ihren konkreten Fall das richtige ist, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

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Autor des Artikels:
Nicolas Rose
Gründer & Geschäfsführer
Branding & Webdesign

Sie wissen jetzt, welche Formate es gibt, und fragen sich, was für Ihr Unternehmen am meisten Sinn ergibt?

Wir helfen Ihnen, das richtige Bildkonzept für Ihren konkreten Anlass zu entwickeln. Ob Teamfotos, Eventfotografie oder ein umfassendes Brandshooting: Bei K&R Advertising ist Fotografie immer Teil einer durchdachten Markenstrategie.

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